AP 7: Optimierung der biogeochemischen Stoffflüsse auf regionaler und betrieblicher Ebene

Erhöht ein Wasserrückhalt in den Grüppen die Wasserverfügbarkeit für das Grünland in Dürreperioden und wirkt sich dies auf die Nährstoffausträge aus?

Das AP 7 setzt sich aus der Arbeitsgruppe Hydrogeologie und Landschaftswasserhaushalt der Universität Oldenburg sowie dem Referat L3.2. „Landwirtschaft, Bodenmonitoring“ des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zusammen. Hauptaufgabe und -ziel des AP 7 ist das Monitoring des Wassermanagements sowie der Nährstoffdynamik auf Exaktversuchsebene der Wassermanagementvarianten.

Das Monitoring des Wassermanagements erfolgt über die Aufzeichnung der Wasserstände in Gräben, Grüppen und Grundwassermessstellen mittels Wasserstandloggern sowie über Bodenfeuchtesensoren in den Tiefen von 15, 30 und 45 cm unter Geländeoberkante. Zusätzlich werden bodenphysikalische Eigenschaften der Böden wie das Wasserhaltevermögen ermittelt. Der Abfluss (Q) der Grüppen und Gräben wird u.a. über Stauwehre erfasst. Diese Kennwerte fließen zusammen mit den Wetterdaten in ein Wasserhaushaltsmodell, mit dem der Gesamtabfluss und die Verdunstung auf den verschiedenen Flächen modelliert werden kann. Die erhobenen Daten ermöglichen einen Vergleich der Wassermanagementvarianten und sollen erste Rückschlüsse auf die Verbesserung der Wasserversorgung des Grünlandes erlauben.

Das Monitoring der Nährstoffdynamik erfolgt über die Analyse des Wassers und Bodens entlang des Pfades Boden – Grüppen – Sickerwasser/Grundwasser – Gräben-Vorfluter. Dazu werden im vierzehntägigen Rhythmus Wasserproben sowie saisonal Bodenproben vor allem auf die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor untersucht. Monatliche Messung der Eindringwiderstände während der Vegetationsperiode sollen zeigen, wie sich das Wassermanagement auf die Befahrbarkeit der Flächen auswirkt.

Die Kombination des intensiven Monitorings des Wasserhaushaltes mit der Nährstoffdynamik erlaubt Rückschlüsse auf die Nährstoffausträge. Zusätzlich werden die auf den Boden ausgebrachten N- und P-Mengen berechnet und in Beziehung zu den Nährstoffausträgen gesetzt. Langfristig wird erwartet, dass ein gezieltes klimaanagepasstes Wassermanagement zur Optimierung der Nährstoffdynamik aus intensiv genutzten Grünlandflächen beiträgt.