Abgeschlossene Projekte

 

INNO4GRASS

Über das Projekt

Inno4Grass ist die Abkürzung für “ Gemeinsamer Innovationsraum für nachhaltige Produktivität von Grasland in Europa“, Es ist ein internationales und multidimensionales Projekt, das prominente Bauernorganisationen, Erweiterungsdienste, Bildungs- und Forschungseinrichtungen aus acht EU-Ländern – Deutschland, Belgien, Frankreich, Irland, Italien, die Niederlande, Polen und Schweden, in denen Grasland einen beträchtlichen Anteil an der landwirtschaftlichen Fläche hat und wo die Produktion von Milch, Rindfleisch und Schaf von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist, vernetzt .

Hintergrund

Die Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Beratern und Wissenschaftlern ist in den betroffenen Ländern eingeschränkt und aus diesem Grund werden die neuesten Forschungsergebnisse nicht hinreichend in die Praxis transportiert und umgesetzt, wertvolle Kenntnisse im Zusammenhang mit Grünland werden von Praktikern erst in einem sehr späten Stadium entdeckt bzw. umgesetzt. Darüber hinaus werden Informationen über bestehende Neuheiten, die auf landwirtschaftlicher Ebene eingeführt werden, nicht in allen Mitgliedstaaten effektiv verbreitet.

Unser Ziel

Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es, die Lücke zwischen der Praxis und den Wissenschaftsgemeinschaften zuschließen, um die Umsetzung innovativer Systeme auf produktiven Grünland zu gewährleisten. Das langfristige Ziel des Projektes ist es, die Rentabilität der europäischen Grünlandfarmen zu erhöhen und die Umweltwerte zu erhalten. Der Umfang von Inno4Grass steht im Einklang mit den Ergebnissen der EIP-AGRI Focus Gruppe „Permanent Grasslands“, die den Bedarf an Innovationen und die möglichen Beiträge von Grünland zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und zur Nachhaltigkeit der Milch-, Rind- und Schafproduktion in Europa identifizierten.

Erwartete Ergebnisse

Das Projekt wird maßgeblich zum erfolgreichen Einsatz des vorhandenen Reservoirs an wissenschaftlichem und praktischem Wissen beitragen und den Austausch zwischen den Regionen und Ländern fördern. Dies wird erreicht durch:

  • Die Errichtung von Facilitator Agents die Neuheiten von den innovativen Farmen finden und in über 85 Fallstudien untersuchen, diskutieren und synthetisieren
  • Geplant sind Meetings, Interviews und Veranstaltungen in allen teilnehmenden Ländern
  • Die Erstellung der mit der EIP-AGRI verbundenen Projekt-Website und die Beteiligung der Konsortialmitglieder mit ihren nationalen Kontaktstellen
  • Die Vorbereitung einer Vielzahl von Verbreitungsmaterialien (Innovationszusammenfassungen, Videoclips, Prospekte, Lehrpläne für landwirtschaftliche Studierende und Berater etc.)
  • Die Umsetzung von Grünlandbesichtigungen und Trainingsprogrammen
  • Die Bereicherung der nationalen und europäischen Wikimedia und der Enzyklopädie Pratensis
  • Die Entwicklung neuer innovativer Entscheidungsunterstützungssysteme und die nachfrageorientierte Forschungsagenda

 

2018

Grassletter #1/18

Grassletter #2/18

2019

Grassletter #3/19

Grassletter #4/19

Gefördert durch

Horizon 2020 EU-Förderprogramm

Laufzeit

Januar 2017-Dezember 2019

ZUR PROJEKTHOMEPAGE

REFRAME

Towards a Regional Food Frame

Um die regionale Landwirtschaft zu stärken, unterstützt das Grünlandzentrum das Pilotprojekt REFRAME zur Verkürzung der Lebensmittelketten. Gemeinsam mit dem Landkreis Wesermarsch und dem Diakonischen Werk in Oldenburg sollen neue innovative Business-Modelle zur Steigerung der Wertschöpfungsketten bei kleinen und mittelständischen Unternehmen entwickelt und umgesetzt werden. Die regionalen Foodstrukturen sollen hin zu einer verkürzten Warenkette weiter entwickelt werden. Zusammengefasst bedeutet dies: Die Produkte werden in der Region produziert, verarbeitet und konsumiert. Ziel ist es, die Existenz heimischer Agrarbetriebe und anderer Stakeholder zu sichern.

Das Projekt mit dem Titel REFRAME – Towards a regional Food Frame ist Teil des INTERREG North Sea 5b- Programms. Zusammen mit vier anderen Regionen in Europa – den Niederlanden, Dänemark, Schweden und Belgien – sollen
innovative regionale Food-Konzepte entwickelt werden.

Gefördert durch

Interreg North Sea Region

Laufzeit

Januar 2016- bis April 2019

Projektpartner

Deutsche Partner:

Diakonisches Werk d. Ev.-Luth. Kirche Oldenburg

Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen e. V.

Landkreis Wesrmarsch

Genossenschaft Berne 2020

BBS Landkreis Wesermarsch

Diadema

Internationale Partner:

Regional Cooperative of Westerkwartier (NL)

Economic Council of East Flanders (BE)

Vives University College, Vives (BE)

PCG – Vegetable Research Centre (BE)

Centre for research and advice in agriculture and

horticulture in West Flanders (BE)

Taste of Denmark (DK)

Small Islands Food Network (DK)

Agrowest Food, Agroväst (S)

Locally produced in West (S)

Natural resource management (S)

Ökologische Grabenräumung

Integration von Naturschutzmaßnahmen in die Grünlandbewirtschaftung durch die Aufwertung von Grabenarealen- Praktikable Ansätze durch partizipative Verfahren

Kurztitel: „Ökologische Grabenräumung“

Projekt im Rahmen des Leader Projektes Wesermarsch in Bewegung (WiB), gefördert durch Mittel des Landes Niedersachsen und der Europäischen Union.

Projektbeschreibung:
Die heutige landwirtschaftliche Praxis in grünlanddominierten Regionen sieht sich zunehmend in einem Spannungsfeld zwischen ökonomischen Zwängen einerseits und von der Gesellschaft geforderten ökologischen Dienstleistungen andererseits. Die tägliche Abnahme landwirtschaftlicher Nutzfläche verstärkt dabei den Druck auf die Fläche.
Insbesondere grünlanddominierte Regionen sind in der Regel sehr intensiv durch ein Netz von Gräben durchzogen, die oft auf die Funktion der Ent- bzw. Bewässerung reduziert sind. Obwohl wissenschaftliche Studien den potentiellen ökologischen Nutzen dieser Areale postulieren, sind praktische Verfahren zur nachhaltigen ökologischen Nutzung dieser Gebiete eher eine Ausnahme.

Im Bereich der BRD sind Grabenareale in der ersten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nicht Bestandteil der förderfähigen Fläche, und somit auch nicht im digitalen Flächenkataster (Feldblocksystem) erfasst, so dass durch die Landesgesetzgebung keine flächendeckenden Massnahmen zur In-Wertsetzung bestehen. Auf der anderen Seite bietet die Wissenschaft in der Theorie viele Ansätze, um in Grabenarealen wertvolle Lebensräume für bedrohte Tierarten zu schaffen und dauerhaft zu etablieren.
Das Projekt zielt darauf ab, auf der Basis bestehender Erfahrungen über eine ökologische Grabenunterhaltung, Konzepte und Handlungsanleitungen zu entwickeln und zu erproben, die zu einer Inwertsetzung von Grünlandgräben mit Bestand an Krebsscheren (Stratoides aloides) führen. Krebsscherengräben sind laut Landschaftsrahmenplan in der südlichen Wesermarsch, auf dem Gebiet der Stadt Elsfleth, der Gemeinden Berne und Lemwerder von besonderem Wert für Natur und Landschaft.

Im Rahmen des Projektes wird versucht in diesen Bereichen Gruppen von Landwirten zusammen zu bringen und mit ihnen nach dem „bottom up-Ansatz“ Konzepte zur überbetrieblichen und ökologisch orientierten Grabenräumung zu entwickeln. Hierbei liegt ein wesentlicher Wert darin, dass die Konzepte sowohl praxistauglich als auch, aufgrund des überbetrieblichen Maschineneinsatzes, ökonomisch tragfähig sind, um den mittelfiristigen Bestand der Kooperation abzusichern.
Des Weiteren werden im Zuge des Projektes Möglichkeiten der Inwertsetzung dieser Maßnahmen geprüft. Dieses könnten neben Vorschlägen von zukünftigen Agrarumweltprogrammen auch innovative Konzepte zu produktionsintegrierten Kompensationen in Graben- und Fließgewässerbereichen sein.
Neben den Landwirten sollen auch Akteure aus relevanten Gebietskörperschaften, aus den Verbänden, aus der Wissenschaft und der Wirtschaft eingebunden werden. Im Ergebnis sollen Handlungsanleitungen zur Bildung von Kooperationen zur ökologischen Grabenaufreinigung erarbeitet werden, die nicht nur in der Wesermarsch sondern auch in weiteren Grünlandgebieten im Nordwesten Anwendung finden können.

von Carsten Randt

Laufzeit: 31.11.2012 bis 31.12.2013

Systemanalyse Milch

Allein die Tatsache, dass in Niedersachsen beinahe jeder dritte Milchviehbetrieb seine Tiere gar nicht mehr auf die Weide lässt, schreibt der Haltungsform im Stall eine immer größere Bedeutung zu. Welche Auswirkungen aber das jeweilige System auf die Tiere, die Umwelt, die Verbraucher und die Geldbörsen der Landwirte hat, das soll nun umfassend mit dem Verbundprojekt „Systemanalyse“ Milch erforscht werden. Bis zu 60 kooperationswillige Betriebe werden untersucht, Forscher werden regelmäßig auf den Höfen unterwegs sein, auf denen das Vieh mehr als 14 Stunden Weidegang am Tag hat, aber auch auf Höfen, wo die Tiere nur halbtags (6 bis 14 Stunden) auf die Weide gehen sowie gar nicht mehr.

Auch wenn grundsätzlich angenommen werden kann, dass Rinderhaltung im Freien ein natürliches und damit tiergerechtes Haltungsverfahren ist, hat auch die reine oder teilweise Stallhaltung ihre Vorteile. So können Kühe, die sehr viel Milch produzieren, ihren erhöhten Nährstoffbedarf kaum über die Weide decken. Mit Hilfe des Verbundprojektes sollen daher die Effekte auf die Gesundheit der Tiere in reiner Stall- und Weidehaltung untersucht werden. Hinzu kommen Fragen des Verbraucherschutzes, aber auch der wechselseitigen Beziehungen des Umwelt-, Tier- und Klimaschutzes.

Das Verbundprojekt hat den Vorteil, dass die einzelnen Institutionen unabhängig von einander ihr jeweiliges Modul bearbeiten und ausschließlich dafür zuständig sind. Dazu kommt die Möglichkeit der Analyse in der Praxis, denn die Wissenschaftler begleiten die mehr als 60 teilnehmenden landwirtschaftlichen Betriebe bis zu fünf Jahre. Ihre Ergebnisse werden an die teilnehmenden Landwirte zurück gespielt, die so direkt ihre Erkenntnisse in die festen Betriebabläufe einfließen lassen können.

In Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen wird dieses Projekt vom Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen koordiniert, das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat dafür Mittel von rund 2,6 Millionen Euro bewilligt.

Mehr zu diesem Projekt finden Sie auf der Website

Buch: „Systemanalyse Milch – Hintergründe für die Praxis“

Hier können Sie das Buch als Ebook oder als PDF herunterladen.

Ansprechpartner:

Jendrik Holthusen
Tel. +49 (0) 4401 82926-17

Weidecoach

Hintergrund

Der Verbraucher assoziiert eine nachhaltige Milchproduktion häufig mit Weidehaltung und ist zunehmend bereit einen höheren Preis für Molkereiprodukte aus Weidemilch zu zahlen. Durch die erfolgreiche Umsetzung des Weidelandprojektes Niedersachsen wurden Standards und Infrastruktur für die Deklaration und die Vermarktung von Weidemilch auf den Weg gebracht und in Deutschland etabliert. Auch im Hinblick auf die langfristige Zielsetzung, mit Weidemilch einen erhöhten Erzeugerpreis zu erhalten, kann in der Praxis trotz dessen eine verhaltende Reaktion beobachtet werden. Der langanhaltende Trend der ganzjährigen Stallhaltung und einer intensiven Futterkonservierung sind bislang noch vorherrschend, obwohl die Weidehaltung neben gesellschaftlicher Anerkennung auch ökonomische und tiergesundheitliche Potentiale aufzeigt.

Das Weidemanagement und das vorhandene Wissen zu Beweidung wurden seit geraumer Zeit zunehmend vernachlässigt, sodass es in diesem Bereich enormen Know-How- und Innovationsbedarf gibt. Neben dem notwendigen Wissen, das für ein effizientes Weidemanagement notwendig ist, fehlt den Landwirten oft praxisbezogene Beratung sowie die Begleitung in der Umsetzung Vor-Ort.

Zielsetzung

Mit diesem Projekt soll ein notwendiges angewandtes Know-How geschaffen und in Praxisbetrieben umgesetzt und getestet werden. Bestehendes Wissen aus dem In- und Ausland zur Optimierung der Weidewirtschaft soll zusammen mit Landwirten auf den regionalen Kontext angepasst und angewendet werden. Des Weiteren soll die Wertschöpfung der Weide als Futtergrundlage und somit das Vertrauen in dieses ursprüngliche flächengebundene Produktionsverfahren gestärkt werden. Die am Weidemilchprogramm teilnehmenden Betriebe sollen die möglichen Potentiale der Weidewirtschaft zur Verbesserung der Ressourceneffizienz erkennen und nutzen.

Das Projekt wird vom niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert.

 

Ansprechpartnerin:

Lena Dangers

Tel: +49(0)4401-82926-14

E-mail:  lena.dangers@gruenlandzentrum.de

Weidefleisch

Ermittlung von Perspektiven zur Erzeugung und Vermarktung von Weidefleisch unter Nutzung der Erfahrungen aus dem niedersächsischen Weidemilchprojekt

Die heutige Situation der Milchviehbetriebe zeichnet sich durch eine Spezialisierung auf in der Regel intensive Milchproduktion aus, mit der eine ebenso intensive Nutzung des Grünlandes einhergeht. Infolge dieser Spezialisierung verringerte sich die Bedeutung der Erzeugung von Rindfleisch (von Milchkühen und auch deren Nachkommen, die nicht zur Remontierung verwendet werden sollten) auf Grünland deutlich. Auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist die Produktion von Milch in der Regel vorteilhafter als die Erzeugung von Fleisch.

Infolge der Spezialisierung auf milchbetonte Rassen und aktuell forciert durch die Milchkrise sind im Bereich der Grünlandnutzung sehr viele ungenutzte Potentiale entstanden bzw. noch nicht hinreichend genutzt. Gerade die eher extensiven Standorte in Betrieben, die sich in relativ weiter Entfernung vom Melkstand befinden, werden oft nicht hinreichend als Weideflächen genutzt. Durch die Integration von Weidefleisch in Milchviehbetriebe könnten vorhandene Flächen besser genutzt und somit die Wertschöpfung bestehender Betriebe erhöht werden. Da das vorliegende Projekt nicht auf Milchviehbetriebe begrenzt ist, könnten auch Mutterkuhbetriebe von einer verbesserten Vermarktung von Weidefleisch profitieren.

Dies stellt einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt von artenreichem Grünland, welches in erster Linie über Weidenutzung erhalten wird, dar.

Verschiedene Studien renommierter Wissenschaftler stellen eindeutige Tendenzen zugunsten der Mehrpreisbereitschaft von Weideprodukten bei Verbrauchern heraus. Diese Mehrpreisbereitschaft kann, wenn die Produktionsbedingungen intelligent und transparent dargestellt werden, durchaus einen monetären Anreiz für Betriebe generieren. Im Rahmen des Weidemilchprogramms wurden bereits Möglichkeiten geschaffen, aus der Gesellschaft heraus Mehrwerte für Weideprodukte zu schaffen, die allerdings zunächst auf die Milchproduktion fokussiert waren. Im Rahmen dieses Projekts sollen die wesentlichen Rahmenbedingungen für eine betriebswirtschaftlich rentable Integration eines neuen Betriebszweiges beleuchtet werden. Besonderer Wert wird dabei auf die Analyse der beteiligten Stakeholder (Akteure) der gesamten Wertschöpfungskette gelegt. Es wird besonderer Wert daraufgelegt, dass dieses Projekt in enger Abstimmung mit weiteren Projekten dieses Förderrahmens durchgeführt wird und dadurch Synergien genutzt werden.

Die Arbeiten zur Erstellung dieser Vorstudie gliedern sich in die nachfolgenden 3 Arbeitspakete:

  • Arbeitspaket 1: Akteursidentifizierung und Akteursanalyse
  • Arbeitspaket 2: Ermittlung von Möglichkeiten der Anknüpfung der Vermarktung von Fleisch, welches auf Grünland erzeugt worden ist, an das vorhandene Weidemilchlabel
  • Arbeitspaket 3: Vorschlag von möglichen Labelkriterien zur Vermarktung von Weidefleisch

Gefördert wird das Projekt durch das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Ansprechpartnerin:

Luisa Jäger
Tel: +49(0)4401-82926-16
E-mail:  luisa.jaeger@gruenlandzentrum.de

WEIDELAND 3.0

Aufrechterhaltung der Vielfältigkeit von Milchviehbetrieben in Niedersachsen: Verbesserung der Einkommenssituation von Weidebetrieben entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Hintergrund:

Die niedersächsische Milchviehhaltung befindet sich seit Jahren in einem Wandel. Viele Milchviehbetriebe geben die Weidewirtschaft zugunsten der ganzjährigen Stallhaltung auf. Die Ursachen liegen unter anderem in den Flächenstrukturen der Betriebe, den wachsenden Herdengrößen und in betriebswirtschaftlichen Vorteilen begründet. In der intensiven Milchviehregion Niedersachsen haben 67% der Kühe noch Weidegang, bundesweit liegt der Wert bei 42%. Innerhalb Niedersachsens gibt es jedoch deutliche Unterschiede. Die Weidewirtschaft ist in den küstennahen Regionen mit einem hohen Anteil an Dauergrünlandflächen besonders stark verbreitet.

Zielsetzung:

Das Projekt Weideland 3.0 knüpft an die Erfolge der beiden vorangegangenen Projekte Initiierung des Weidemilchprogramms zum Schutz des Grünlandes für das Land Niedersachsen (Laufzeit April 2014 – Februar 2017) und Unsere Kühe beißen ins Gras – Perspektiven für die Zukunft der Weidewirtschaft in Niedersachsen (Weideland 2.0) (Laufzeit März 2017 – Februar 2019) an. Es soll dazu beitragen, dass die Weidehaltung und somit die Vielfältigkeit der Produktionssysteme langfristig erhalten bleibt. Dazu wird die Vermarktung von Weideprodukten als Wertschöpfungsmodell gefördert sowie die positive Wahrnehmung der Milchviehhaltung.

Auch die Wertschätzung für Grünland als Teil der niedersächsischen Kulturlandschaft und seine Multifunktonalität soll gezielt durch das Projekt unterstützt und der Wert des Grünlands für die Weidewirtschaft in die Gesellschaft kommuniziert werden.

Gefördert wird das Projekt durch das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Aus den genannten Vorgängerprojekten ist das Label „PRO WEIDELAND“ entstanden. Dieses ist seit Mitte 2017 auf dem Markt und Eigentum des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen e.V. Es wird von der PRO WEIDELAND GmbH verwaltet. Das Label regelt und kontrolliert die Erzeugung und Weiterverarbeitung von Weidemilch, für die es in der EU bisher keine einheitlichen Kriterien gibt.

Milchbauern, die am PRO WEIDELAND Programm teilnehmen, verpflichten sich, dass ihre Kühe ganzjährig Bewegungsfreiheit haben und an mindestens 120 Tagen für mindestens 6 Stunden auf der Weide grasen. Die Betriebe dürfen nur Futter entsprechend dem VLOG-Standard ohne Gentechnik verwenden. Sie müssen 2000 m² Grünland und pro Kuh davon mindestens 1000 m² Weidefläche nachweisen können.

Entwickelt wurden die umfassenden Kriterien von namhaften Vertretern aus Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Als Abbild der Gesellschaft haben sie die PRO WEIDELAND Weidecharta gezeichnet und fördern das Label aktiv. Immer mehr Unterstützer schließen sich dieser Akteursgemeinschaft an, so auch das Niedersächsische Umweltministerium und der Verband kommunaler Unternehmen.

Gefördert durch

Gefördert wird das Projekt durch das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Laufzeit

August 2019 – Februar 2021

„Initiierung des Weidemilchprogramms zum Schutz des Grünlandes für das Land Niedersachsen“ Projektbericht herunterladen

Weideland 2.0 Projektbericht herunterladen

Weideland 3.0 Projektbericht herunterladen