AP 2: Akteurs- und Governanceanalyse sowie transdisziplinäre Integration

Ob und inwieweit sind die bestehenden regionalen Steuerungs- und Entscheidungsstrukturen in der Lage, den neuen Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und entsprechende Anpassungs- und Transformationsprozesse zu initiieren oder zu fördern?

Die Umgestaltung des bestehenden Wassermanagements hin zu einem klimaangepassten, integrierten System erfordert nicht nur ökologische, technische und betriebswirtschaftliche, sondern auch entscheidungs- und steuerungspolitische (Governance) Anpassungen, die auf unterschiedlichen lokalen, regionalen und überregionalen Ebenen getroffen werden.

Diese Abwägungen umfassen nicht nur regulierende und finanzielle Instrumente, sondern vor allem ergänzende Strukturen, die in Zusammenarbeit mit zentralen Akteuren der Region eine vorausschauende, zukunftsorientierte Entwicklungspolitik ermöglichen. Diese Kooperation findet in der Regel innerhalb informeller Akteursnetzwerke statt, die häufig zur Verstetigung auch institutionalisiert werden.

Vor dem Hintergrund der übergeordneten Fragestellung untersucht AP 2 die regionalen Akteursnetzwerke und Governancestrukturen im Kontext der Grünlandnutzung und Wasserwirtschaft und der damit verbundenen Ökosystemleistungen. In Zusammenarbeit mit den Akteuren der Gebietskooperation werden bestehende, funktionale, dysfunktionale sowie nicht vorhandene Verbindungen und Strukturen in der Region erfasst und analysiert.

Diese Strukturen werden anschließend im Hinblick auf ihre Anpassungskapazität bewertet, also auf ihre Fähigkeit und ihr Potenzial, sich an die veränderten Rahmenbedingungen durch den Klimawandel anzupassen. Das Hauptziel besteht in der Entwicklung eines vorausschauenden Governance-Ansatzes, der auf Basis von Zukunftsszenarien Steuerungsmechanismen und Handlungsoptionen formuliert. Diese sollen dazu beitragen, politische Entscheidungen von heute zukunftsorientiert auszurichten.