Waterbuddies

Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Die Hauptbelastung der Nordsee besteht in der Anreicherung von Nährstoffen, besonders durch Stickstoff und Phosphor. Vor diesem Hintergrund anhaltender Eutrophierungseffekte zielt das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderte Projekt Waterbuddies darauf ab, eine Verbesserung der Nährstoffbelastung von in die Nordsee einmündenden Oberflächengewässern im grünlandgeprägten, küstennahen Raum zu erreichen. Die ökologischen Zielsetzungen in den Gewässern können direkt in Beziehung zu den ökonomischen Ansprüchen eines jeden Betriebs gestellt werden. Eine effiziente Nährstoffausnutzung ist Teil eines gewinnmaximierenden Betriebsgedankens und beschreibt eine möglichst verlustarme Nährstoffzirkulation im betrieblichen System.
Im Projektkern werden Nährstoffflüsse auf Feld- und Betriebsebene in ihrer Bedingtheit von Standort (Boden), Bewirtschaftung und jahreszeitlichen Variabilität erfasst. Dabei gilt es dominierende Austragswege von Nährstoffen zu identifizieren sowie die ökologischen Effekte in Oberflächengewässern zu charakterisieren. Auf dieser Basis lassen sich räumliche Konzentrierungsphänomene von Nährstoffen feststellen und Stellschrauben identifizieren, um praktische Hilfestellungen und Empfehlungen zur Bewirtschaftung von Grünlandstandorten abzuleiten.

Projektpartner

In dem dreijährigen Projekt arbeitet das Grünlandzentrum Niedersachsen / Bremen Seite an Seite mit der Feldversuchsstation der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Abteilung Graslandwissenschaft der Universität Göttingen sowie der Bodenkunde und der Gewässerökologie der Universität Oldenburg.

Arbeitsschritte und Methoden

Grundlage der wissenschaftlichen Untersuchungen im Projekt bildet ein Verbund aus 24, für den niedersächsischen Küstenraum, repräsentativen Projektbetrieben. Dazu werden konventionell wirtschaftende Milchviehbetriebe im Einzugsgebiet der Jade (oder angrenzend) mit anteiliger oder schwerpunktmäßiger Grünlandbewirtschaftung gesucht. Auf diesen Betrieben sollen jeweils 2 Gräben und die angrenzenden Schläge näher untersucht werden; ebenso erfasst werden Betriebsstruktur und Betriebsdaten.
Für zwei Schläge pro Betrieb wird die standörtlich differenzierte Nährstoffdynamik und -mobilität, insbesondere bezüglich Ammonium, Nitrat und Phosphat, erfasst, dominierende Nährstoffausträge identifiziert sowie die Nährstoffeinträge in angrenzende Gewässer quantifiziert. Deren Effekte auf die Lebensgemeinschaft der Gräben werden ökologisch bewertet, um Unterschiede hinsichtlich der Bewirtschaftungsformen und Nährstoffausträge herauszuarbeiten. Die Forschungsergebnisse der Einzeldisziplinen werden schließlich zusammengeführt, um die Nährstoffflüsse in den Projektbetrieben unter Optionen für einen verbesserten Gewässerschutz bewerten zu können.

Wenn Sie sich als Betrieb angesprochen fühlen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Gefördert durch

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere
Formen nachhaltiger Landwirtschaft

Laufzeit

36 Monate

Projektpartner

Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Fachbereich Grünland und Futterbau, Feldversuchsstation für Grünlandwirtschaft und Rinderhaltung

Georg-August-Universität Göttingen, Agrarwissenschaftliche Fakultät, Abteilung Graslandwissenschaft

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Institut für Biologie und Umweltwiss. AG Bodenkunde

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Institut für Biologie und Umweltwiss. AG Gewässerökologie