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Grünlandzentrum
Niedersachsen/Bremen

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ChartazeichnungWitzwort

Erste Molkerei aus Schleswig-Holstein zeichnet Weidecharta

Als erste Molkerei aus Schleswig-Holstein wird die Osterhusumer Meierei Witzwort eG die Weidecharta des PRO WEIDELAND Programms zeichnen. Die Unterzeichnung erfolgt heute in feierlichem Rahmen beim Gesprächskreis Milch im Beisein von Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht, der die Unterzeichnung ausdrücklich begrüßt. Von der Meierei Witzwort wird der Aufsichtsratsvorsitzende Frank Petersen die Charta zeichnen. Der vom Ministerium veranstaltete Gesprächskreis findet am heutigen Donnerstag, 15. November, im Regionalen Bildungszentrum Wirtschaft in Kiel statt (Westring 444).

SAM Referenten2

 

Fünf Jahre Projektlaufzeit sind vorbei. Die Ergebnisse wurden jetzt in einer Abschlusskonferenz ausführlich vorgestellt. Was bleibt, ist ein Verbundprojekt, das beispielhaft ist mit seiner transformativen Forschungsarbeit, waren sich die Verantwortlichen von Grünlandzentrum, Uni Göttingen und Landwirtschaftskammer Niedersachsen einig. "Wir sitzen nicht im Labor und verkünden Ergebnisse", sagte Prof. Johannes Isselstein, "sondern wir beteiligen die Stakeholder, also das gesamte Umfeld, das sich mit Milchproduktion befasst." Man habe hier einen Wert geschaffen, den es zu erhalten gelte. "Aus meiner Sicht ist Systemanalyse Milch ein wirkliches Vorzeigeprojekt."

Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, sah sich als "Patenonkel" des Projektes und freute sich besonders, dass im Grünlandzentrum auch nach dem Ende von Systemanalyse Milch viele weitere Projekte zum Thema Grünland umgesetzt werden: "Das Grünlandzentrum hat sich toll entwickelt." Unser Foto zeigt (von links) Wissenschaftsminister Björn Thümler mit den Referenten Dr. Manfred Kayser (Uni Göttingen), Marlene Kohnen (Landwirtschaftskammer Niedersachsen), Jendrik Holthusen (Grünlandzentrum), Dr. Linda Armbrecht (Uni Göttingen), Dr. Karsten Padeken (Grünlandzentrum) und Prof. Dr. Johannes Isselstein (Uni Göttingen). Foto: Grünlandzentrum

Umfangreiches Verbundprojekt zeigt: Alle Haltungssysteme punkten mit Stärken

Hier gelangen Sie zum Buch: Systemanalyse Milch - Hintergründe für die Praxis

Weidekühe am Graben

ARMBRECHT Kühe am Futtertisch

Viel Weide, wenig Weide, reine Stallhaltung – alle Haltungssysteme haben Stärken und Schwächen. Das Verbundprojekt Systemanalyse Milch hat diese in umfangreichen Untersuchungen genauer analysiert und Empfehlungen für die Praxis abgeleitet. Fotos: Linda Armbrecht

 

„Mit Weide kann man kein Geld verdienen, im Stall ist das Tierwohl schlechter, Weide macht weniger Arbeit, im Stall ist die Milchleistung besser.“ Diese und viele andere Behauptungen beherrschen seit vielen Jahren die Diskussion um die verschiedenen Haltungssysteme von Milchkühen. Bisherige Untersuchungen und Studien betrachteten dabei oftmals nur einzelne Aspekte und nicht die Weide- und Stallhaltung in ihrer Vielschichtigkeit. Das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen e.V., die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und die Universität Göttingen wollten es vor einigen Jahren genauer wissen und riefen gemeinsam das Projekt „Systemanalyse Milch“ ins Leben. Nach fünf Jahren Laufzeit kommt das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderte Verbundprojekt jetzt zum Abschluss. Die umfangreichen Ergebnisse liegen weitestgehend vor und zeigen, dass sowohl die Weide- als auch die Stallhaltung Stärken und Schwächen haben.

 

Freitag, 09. November 2018, ab 10:30 Uhr

Backenköhler's Hotel und Akademie,

Dorfring 40, 27777 Ganderkesee/Stenum

 

Nach einer Laufzeit von fünf Jahren geht das Forschungsprojekt SAM – Systemanalyse Milch in diesem Jahr zu Ende. In diesem bisher einmaligen Verbund-Projekt wurden die Vor- und Nachteile der Produktion von Milch in Weide- und Stallhaltung in enger Zusammenarbeit mit 60 Milchviehbetrieben intensiv erforscht.

Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 1.11.2018 hier an. 

Grünlandzentrum und FrieslandCampina legen gemeinsame Ziele fest

FrieslandCampina und Grünlandzentrum wollen Gütesiegel PRO WEIDELAND als Standard Label für Weidemilch etablieren

Wollen die Zusammenarbeit künftig noch enger gestalten: (von links) Luisa Jäger (Grünlandzentrum), Jos Borghans, Jan Dirk van Mourik, Wiebren van Stralen (alle FrieslandCampina), Arno Krause, Karsten Padeken und Lena Holzenkamp (alle Grünlandzentrum). Foto: Grünlandzentrum  

Von Niedersachsen aus will die PRO WEIDELAND GmbH ihr Gütesiegel deutschlandweit und in Teilen der Europäischen Union als Standard für die Erzeugung und Weiterverarbeitung von Weidemilch einführen. Diese Zielvorgabe wollen das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen e.V., Eigentümer des Gütesiegels, und FrieslandCampina, einer der größten Molkereien der Welt, gemeinsam erreichen. Dies war das Ergebnis eines Treffens von Vertretern beider Institutionen.

Das PRO WEIDELAND Label ist seit Mitte 2017 auf dem Markt und wird von der PRO WEIDELAND GmbH verwaltet. Das Gütesiegel regelt und kontrolliert wie kein anderes die Erzeugung und Weiterverarbeitung von Weidemilch, für die es EU-weit keine einheitlichen Kriterien gibt. Der niederländische Konzern FrieslandCampina ist nach der Molkerei Ammerland, der Molkerei Gropper und der Marburger Traditionsmolkerei bereits das vierte Unternehmen, das nach den strengen Kriterien von PRO WEIDELAND produziert. Seit vergangenen August stellt FrieslandCampina holländischen Gouda für den deutschen Handel nach PRO WEIDELAND Standard her und vergrößert damit die bisherige Palette aus Milch, Butter und Käse auf dem deutschen Markt.

Bei dem Treffen im Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen e.V. mit Sitz im niedersächsischen Ovelgönne verwies Geschäftsführer Dr. Arno Krause auf die Besonderheit des Labels: „Hinter PRO WEIDELAND stehen als Abbild der Gesellschaft fast 30 namhafte Partner aus Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, die das Gütesiegel miterarbeitet haben und es nachhaltig unterstützen.“

Von besonderem Interesse waren bei dem Treffen die anspruchsvollen Kriterien, die Milchbauern erfüllen müssen, die am PRO WEIDELAND Programm teilnehmen wollen. Bisher wurden 324 niederländische Betriebe aufgenommen, die zur Erfüllung des deutschen VLOG-Standards nur gentechnikfreies Futter verwenden und darüber hinaus jetzt auch die Auflagen von PRO WEIDELAND erfüllen, so Jos Borghans, zuständiger Manager für VLOG Niederlande bei FrieslandCampina.

Milchbauern, die am PRO WEIDELAND Programm teilnehmen, verpflichten sich, dass ihre Kühe ganzjährig Bewegungsfreiheit haben und an mindestens 120 Tagen für mindestens 6 Stunden auf der Weide grasen. Die Betriebe dürfen nur gentechnikfreies Futter verwenden und sie müssen 2000 m² Grünland und pro Kuh davon mindestens 1000 m² Weidefläche nachweisen können. Alle PRO WEIDELAND Betriebe führen taggenaue Weidekalender und unterziehen sich regelmäßig externen Kontrollen.

PRO WEIDELAND

Das Ziel von PRO WEIDELAND ist es, die Vielfältigkeit der Produktionssysteme in der Milchwirtschaft zu erhalten und die tendenziell rückläufige Weidehaltung als naturnahe Haltungsform mit ihren positiven Einflüssen auf Umweltschutz, Tierwohl und Biodiversität zu stärken. „Für die Verbraucher ist es bei der Vielzahl der Label manchmal schwer zu durchschauen, was sich hinter dem Begriff Weidemilch verbirgt“, sagte Dr. Arno Krause, Geschäftsführer des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen e. V.: „Unser Gütesiegel regelt endlich ganz klar die Vorgaben und zeigt den Verbrauchern transparent und durch unabhängige Kontrollen auch absolut verlässlich, was sie im Kühlregal vorfinden.“

Gesellschaftliche Bedeutung

Die gesellschaftliche Bedeutung der Weidehaltung, ohne die sich laut einer Studie der Universität Göttingen 77 Prozent der Deutschen eine Landwirtschaft nicht vorstellen können, unterstrich Dr. Karsten Padeken, Vorsitzender des Grünlandzentrums, so: „Wir brauchen die Weidehaltung auch in Zukunft für die gesamte Milchbranche. Das ist vielen noch nicht klar.“ Nur so könne auf Dauer der Wert des Produktes Milch erhöht werden, so dass alle Akteure in der Wertschöpfungskette davon profitieren.

FrieslandCampina

Mit einem Jahresumsatz von 12 Milliarden Euro gehört FrieslandCampina zu den größten Molkereiunternehmen der Welt. FrieslandCampina produziert und verkauft Verbraucherprodukte wie Milchgetränke, Kindernahrung, Käse und Desserts in über 100 Länder nach Europa, Asien, Afrika und Amerika. Der Konzern hat Niederlassungen in 34 Ländern und beschäftigt rund 23 645 Mitarbeiter. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Amersfoort in den Niederlanden. Das Unternehmen ist vollständig in Händen der Molkereigenossenschaft FrieslandCampina U.A. und hat 12.707 Mitglied-Milchviehbetriebe in den Niederlanden, Deutschland und Belgien.

 



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