Aufrechterhaltung der Vielfältigkeit von Milchviehbetrieben in Niedersachsen: Verbesserung der Einkommenssituation von Weidebetrieben entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Hintergrund: Die niedersächsische Milchviehhaltung befindet sich seit Jahren in einem Wandel. Viele Milchviehbetriebe geben die Weidewirtschaft zugunsten der ganzjährigen Stallhaltung auf. Die Ursachen liegen unter anderem in den Flächenstrukturen der Betriebe, den wachsenden Herdengrößen und in betriebswirtschaftlichen Vorteilen begründet. In der intensiven Milchviehregion Niedersachsen haben 67% der Kühe noch Weidegang, bundesweit liegt der Wert bei 42%. Innerhalb Niedersachsens gibt es jedoch deutliche Unterschiede. Die Weidewirtschaft ist in den küstennahen Regionen mit einem hohen Anteil an Dauergrünlandflächen besonders stark verbreitet.

Zielsetzung: Das Projekt Weideland 3.0 knüpft an die Erfolge der beiden vorangegangenen Projekte Initiierung des Weidemilchprogramms zum Schutz des Grünlandes für das Land Niedersachsen (Laufzeit April 2014 - Februar 2017) und Unsere Kühe beißen ins Gras – Perspektiven für die Zukunft der Weidewirtschaft in Niedersachsen (Weideland 2.0) (Laufzeit März 2017 - Februar 2019) an. Es soll dazu beitragen, dass die Weidehaltung und somit die Vielfältigkeit der Produktionssysteme langfristig erhalten bleibt. Dazu wird die Vermarktung von Weideprodukten als Wertschöpfungsmodell gefördert sowie die positive Wahrnehmung der Milchviehhaltung.

Auch die Wertschätzung für Grünland als Teil der niedersächsischen Kulturlandschaft und seine Multifunktonalität soll gezielt durch das Projekt unterstützt und der Wert des Grünlands für die Weidewirtschaft in die Gesellschaft kommuniziert werden.

Gefördert wird das Projekt durch das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Aus den genannten Vorgängerprojekten ist das Label „PRO WEIDELAND“ entstanden. Dieses ist seit Mitte 2017 auf dem Markt und Eigentum des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen e.V. Es wird von der PRO WEIDELAND GmbH verwaltet. Das Label regelt und kontrolliert die Erzeugung und Weiterverarbeitung von Weidemilch, für die es in der EU bisher keine einheitlichen Kriterien gibt.

Milchbauern, die am PRO WEIDELAND Programm teilnehmen, verpflichten sich, dass ihre Kühe ganzjährig Bewegungsfreiheit haben und an mindestens 120 Tagen für mindestens 6 Stunden auf der Weide grasen. Die Betriebe dürfen nur Futter entsprechend dem VLOG-Standard ohne Gentechnik verwenden. Sie müssen 2000 m² Grünland und pro Kuh davon mindestens 1000 m² Weidefläche nachweisen können.

Entwickelt wurden die umfassenden Kriterien von namhaften Vertretern aus Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Als Abbild der Gesellschaft haben sie die PRO WEIDELAND Weidecharta gezeichnet und fördern das Label aktiv. Immer mehr Unterstützer schließen sich dieser Akteursgemeinschaft an, so auch das Niedersächsische Umweltministerium und der Verband kommunaler Unternehmen.

Weitere Informationen über das Label finden Sie auf der Homepage www.proweideland.eu.

PRO WEIDELAND

Ansprechpartnerinnen:

Lena Holzenkamp
Tel: +49(0)4401-82926-15
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Luise Jäger
Tel: +49(0)4401-82926-16
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