Praxisleitfaden1

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SAM Referenten2

 

Fünf Jahre Projektlaufzeit sind vorbei. Die Ergebnisse wurden jetzt in einer Abschlusskonferenz ausführlich vorgestellt. Was bleibt, ist ein Verbundprojekt, das beispielhaft ist mit seiner transformativen Forschungsarbeit, waren sich die Verantwortlichen von Grünlandzentrum, Uni Göttingen und Landwirtschaftskammer Niedersachsen einig. "Wir sitzen nicht im Labor und verkünden Ergebnisse", sagte Prof. Johannes Isselstein, "sondern wir beteiligen die Stakeholder, also das gesamte Umfeld, das sich mit Milchproduktion befasst." Man habe hier einen Wert geschaffen, den es zu erhalten gelte. "Aus meiner Sicht ist Systemanalyse Milch ein wirkliches Vorzeigeprojekt."

Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, sah sich als "Patenonkel" des Projektes und freute sich besonders, dass im Grünlandzentrum auch nach dem Ende von Systemanalyse Milch viele weitere Projekte zum Thema Grünland umgesetzt werden: "Das Grünlandzentrum hat sich toll entwickelt." Unser Foto zeigt (von links) Wissenschaftsminister Björn Thümler mit den Referenten Dr. Manfred Kayser (Uni Göttingen), Marlene Kohnen (Landwirtschaftskammer Niedersachsen), Jendrik Holthusen (Grünlandzentrum), Dr. Linda Armbrecht (Uni Göttingen), Dr. Karsten Padeken (Grünlandzentrum) und Prof. Dr. Johannes Isselstein (Uni Göttingen). Foto: Grünlandzentrum

Allein die Tatsache, dass in Niedersachsen beinahe jeder dritte Milchviehbetrieb seine Tiere gar nicht mehr auf die Weide lässt, schreibt der Haltungsform im Stall eine immer größere Bedeutung zu. Welche Auswirkungen aber das jeweilige System auf die Tiere, die Umwelt, die Verbraucher und die Geldbörsen der Landwirte hat, das soll nun umfassend mit dem Verbundprojekt „Systemanalyse" Milch erforscht werden. Bis zu 60 kooperationswillige Betriebe werden untersucht, Forscher werden regelmäßig auf den Höfen unterwegs sein, auf denen das Vieh mehr als 14 Stunden Weidegang am Tag hat, aber auch auf Höfen, wo die Tiere nur halbtags (6 bis 14 Stunden) auf die Weide gehen sowie gar nicht mehr.

Auch wenn grundsätzlich angenommen werden kann, dass Rinderhaltung im Freien ein natürliches und damit tiergerechtes Haltungsverfahren ist, hat auch die reine oder teilweise Stallhaltung ihre Vorteile. So können Kühe, die sehr viel Milch produzieren, ihren erhöhten Nährstoffbedarf kaum über die Weide decken. Mit Hilfe des Verbundprojektes sollen daher die Effekte auf die Gesundheit der Tiere in reiner Stall- und Weidehaltung untersucht werden. Hinzu kommen Fragen des Verbraucherschutzes, aber auch der wechselseitigen Beziehungen des Umwelt-, Tier- und Klimaschutzes.

Das Verbundprojekt hat den Vorteil, dass die einzelnen Institutionen unabhängig von einander ihr jeweiliges Modul bearbeiten und ausschließlich dafür zuständig sind. Dazu kommt die Möglichkeit der Analyse in der Praxis, denn die Wissenschaftler begleiten die mehr als 60 teilnehmenden landwirtschaftlichen Betriebe bis zu fünf Jahre. Ihre Ergebnisse werden an die teilnehmenden Landwirte zurück gespielt, die so direkt ihre Erkenntnisse in die festen Betriebabläufe einfließen lassen können.

In Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen wird dieses Projekt vom Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen koordiniert, das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat dafür Mittel von rund 2,6 Millionen Euro bewilligt.

Mehr zu diesem Projekt finden Sie auf der Website des Projektes

Logo Systemanalyse

Projektleiter:
Jendrik Holthusen
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Tel: 04401-82926-17


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