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Grünlandzentrum
Niedersachsen/Bremen

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Verbundprojekt SWAMPS erhält 1,2 Millionen Euro für weitere zwei Jahre

Um weitere zwei Jahre wurde jetzt das in Deutschland bisher einmalige Verbundprojekt „SWAMPS (englisch für Sümpfe)“ verlängert. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und das Land Niedersachsen stellen insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.SWAMPS geht in die Verlängerung
Das Projekt dient der Förderung des Klimaschutzes. SWAMPS testet Methoden, wie die Freisetzung von Treibhausgasen aus Moorgebieten reduziert und dabei die Wertschöpfung für landwirtschaftliche Betriebe erhalten werden können.

Für Leitung und Koordination zeichnet das Grünlandzentrum Niedersachsen/ Bremen e.V. in Ovelgönne verantwortlich. Zu den Partnern zählen die Universität Oldenburg, das Thünen Institut in Braunschweig, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG).
Bereits seit 2016 werden zusammen mit Landwirten aus der Wesermarsch Versuche auf landwirtschaftlich genutztem Moorgrünland durchgeführt. Die beiden Versuchsflächen liegen im Hammelwarder (Niedermoor) und im Ipweger Moor (Hochmoor) im Landkreis Wesermarsch.
Die Beteiligten untersuchen, wie sich unterschiedliche Wasserstände auf die Emissionen klimarelevanter Gase, Nährstoffflüsse, Biodiversität (Flora und Heuschrecken) sowie die landwirtschaftliche Nutzung (Befahrbarkeit, Produktion und Wirtschaftlichkeit) auswirken. Anhand der Ergebnisse sollen dann Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet und Beratungskonzepte erstellt werden.
Grundsätzlich gilt: Je feuchter das Moor, desto geringer die Emissionen von Kohlendioxid. Die Versuchsflächen in beiden Moorgebieten wurden deshalb zunächst in drei Abschnitte unterteilt: eine Vergleichsfläche, die nicht reguliert wird, eine zweite Fläche, die über Wassergräben eingestaut wird, sowie eine dritte Fläche, in der der Wasserstand über eine sogenannte Unterflurbewässerung mittels Drainagen im Sommerhalbjahr angehoben wird. Das Wassermanagement wurde mittlerweile erfolgreich eingerichtet. Besonders die Unterflurbewässerung hat die angestrebten Wasserstände erreicht und die Erwartungen der Beteiligten erfüllt. Die untypischen Witterungsverläufe der Jahre 2017 mit einem nassen Spätsommer und 2018 mit extremer Trockenheit lassen derzeit noch keine allgemeingültigen Aussagen zu, wie sich hohe Wasserstände in normal verlaufenden Vegetationsjahren auf Treibhausgase, Biodiversität, Nährstoffdynamik und Landwirtschaft auswirken. Eine Projektverlängerung sei deshalb wichtig und notwendig, sind sich die Projektbeteiligten einig. Das Projekt läuft mit der aktuellen Förderung bis Mitte 2021.

Zum Bild:

Wie wirken sich hohe Wasserstände im Moor auf Treibhausgase, Biodiversität und Landwirtschaft aus? Diesen und anderen Fragen geht das Projekt SWAMPS nun weitere zwei Jahre nach. Besuche der beiden Versuchsflächen im Ipweger und wie hier zu sehen im Hammelwarder Moor finden regelmäßig statt. Archivbild©Grünlandzentrum


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